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Call – Was ist ein Call

Jens Schumacher - DAPD
Zuletzt aktualisiert: 14. Februar 2026 10:15
Jens Schumacher - DAPD
Vor 8 Monaten
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Ein Call ist im Börsenhandel eine Kaufoption. Er gibt dem Käufer das Recht, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis zu kaufen. Dieses Recht gilt bis zu einem bestimmten Datum oder an einem festen Termin.

Inhaltsverzeichnis
    • Wichtige Punkte zum Call
  • Call: Definition und Erklärung des Wirtschaftsbegriffs
    • Call-Option definiert: Recht zum Kauf statt Kaufpflicht
    • Basiswert, Ausübungspreis und Laufzeit
  • Wie funktioniert ein Call im Börsenhandel?
    • Optionsprämie als Preis des Calls
    • Wann ist ein Call im Geld, am Geld oder aus dem Geld?
    • Ausübung, Verkauf und Barausgleich
  • Call einfach erklärt: Beispiel mit Aktie und Optionsprämie
  • Chancen und Risiken von Long Call, Short Call und Covered Call
  • FAQ
    • Was ist ein Call an der Börse?
    • Was ist der Unterschied zwischen einem Call und einer Put-Option?
    • Muss der Käufer einer Call-Option den Basiswert kaufen?
    • Was bedeutet Ausübungspreis bei einem Call?
    • Was ist die Optionsprämie?
    • Wann ist ein Call im Geld, am Geld oder aus dem Geld?
    • Wie wird der innere Wert einer Call-Option berechnet?
    • Was passiert am Verfallstag eines Calls?
    • Was ist der Unterschied zwischen amerikanischen und europäischen Optionen?
    • Kann ein Call vor dem Verfallstag verkauft werden?
    • Was bedeutet Long Call im Wirtschaftswissen?
    • Was ist ein Short Call?
    • Was ist ein Covered Call?
    • Warum haben Calls einen Hebel?
    • Welche Bedeutung hat der Zeitwert bei einer Call-Option?
    • Eignet sich ein Call zur Absicherung?

Zur möglichen Lieferung gehören Aktien, Exchange Traded Funds (ETFs), Indizes, Währungen oder Rohstoffe. Der Käufer eines Calls erwirbt nicht sofort den Basiswert. Er kauft zunächst das vertragliche Recht auf einen späteren Kauf.

Ein Call wird meist gekauft, wenn Anleger steigende Kurse erwarten. Er kann auch dazu dienen, einen künftigen Kaufpreis abzusichern. Dafür zahlt der Käufer dem Verkäufer eine Optionsprämie – den Preis für das Kaufrecht.

Im Wirtschaftswissen zählt der Call zu den Derivaten. Sein Wert hängt von einem anderen Vermögenswert ab. Die Erklärung des Begriffs ist wichtig, da Calls Gewinne verstärken, aber auch Verlustrisiken bergen.

Wichtige Punkte zum Call

  • Ein Call ist eine Option mit dem Recht zum Kauf eines Basiswerts.
  • Der vereinbarte Kaufpreis heißt Ausübungspreis oder Strike.
  • Der Käufer zahlt für den Call eine Optionsprämie.
  • Calls profitieren in der Regel von steigenden Kursen des Basiswerts.
  • Der Basiswert kann eine Aktie, ein ETF, ein Index oder ein Rohstoff sein.
  • Der maximale Verlust des Käufers ist meist auf die gezahlte Prämie begrenzt.

Call: Definition und Erklärung des Wirtschaftsbegriffs

Ein Call ist ein zentraler Begriff im Optionshandel. Die Call-Option gehört zu den zwei Grundformen von Optionen, neben der Put-Option. Sie gibt das Recht, später zu festen Bedingungen zu kaufen.

Der Begriff bedeutet nicht den direkten Erwerb des Basiswerts. Ein Vertrag wird gehandelt, der sich auf eine Aktie, einen ETF oder einen Index bezieht. Die Bedingungen sind beim Abschluss klar festgelegt.

Call-Option definiert: Recht zum Kauf statt Kaufpflicht

Eine Call-Option gibt dem Käufer das Recht, den Basiswert in der vereinbarten Menge zu kaufen. Es besteht keine Pflicht zum Kauf. Der Käufer kann das Recht ausüben oder verfallen lassen.

Der Verkäufer, der Stillhalter, trägt die Pflicht, bei Ausübung zu liefern oder zu erfüllen. Er erhält dafür vom Käufer die Optionsprämie.

Dieser Unterschied prägt das Risiko beider Seiten: Der Käufer begrenzt seinen Verlust meist auf die gezahlte Prämie. Der Stillhalter übernimmt eine vertragliche Verpflichtung.

Basiswert, Ausübungspreis und Laufzeit

Jede Call-Option bezieht sich auf einen Basiswert. Das können Aktien von Siemens, ETF-Anteile oder ein Aktienindex sein. Der Ausübungspreis heißt auch Basispreis oder Strike Price.

Er legt fest, zu welchem Preis der Käufer den Basiswert kaufen darf. Die Laufzeit endet am Verfallstag. Bis dahin hat die Option einen vertraglichen Wert.

Bei amerikanischen Optionen ist eine Ausübung während der Laufzeit möglich. Europäische Optionen sind nur am Verfallstag ausübbar. Aktien- und ETF-Optionen sind oft amerikanisch, viele Indexoptionen europäisch.

Merkmal Bedeutung für den Call Beispiel
Basiswert Der Wert, auf den sich der Optionsvertrag bezieht Eine Aktie der Siemens AG
Ausübungspreis Festgelegter Preis für den möglichen Kauf 150 Euro je Aktie
Laufzeit Zeitraum, in dem die Option besteht Bis zum festgelegten Verfallstag
Ausübungsart Regelt den möglichen Zeitpunkt der Ausübung Amerikanisch: jederzeit; europäisch: nur am Ende

Wie funktioniert ein Call im Börsenhandel?

Ein Call gibt dem Käufer das Recht, einen Basiswert zu einem festen Preis zu kaufen. Im Optionshandel setzt er damit auf steigende Kurse. Entscheidend sind der Kurs des Basiswerts, der Ausübungspreis und die Restlaufzeit.

Optionsprämie als Preis des Calls

Die Optionsprämie ist der Preis für den Vertrag. Der Käufer zahlt sie beim Erwerb, der Verkäufer erhält sie als Einnahme. Verfällt der Call wertlos, ist die Prämie der maximale Verlust des Käufers.

Die Höhe der Prämie hängt unter anderem vom Aktienkurs, der Laufzeit und den erwarteten Kursschwankungen ab. Dieses Wissen hilft, Kosten und mögliche Erträge realistisch einzuordnen. Auch ein WIKI zu Börsenbegriffen kann die wichtigsten Faktoren verständlich erklären.

Wann ist ein Call im Geld, am Geld oder aus dem Geld?

Ein Call im Geld liegt vor, wenn der Marktpreis des Basiswerts über dem Ausübungspreis steht. Dann besitzt der Vertrag einen inneren Wert. Dieser entspricht am Ausübungstag der positiven Differenz zwischen Marktpreis und Ausübungspreis.

Am Geld notiert ein Call, wenn Marktpreis und Ausübungspreis gleich hoch sind. Liegt der Marktpreis darunter, ist der Call aus dem Geld. Eine sofortige Ausübung hätte dann keinen wirtschaftlichen Vorteil.

Status des Calls Kurs des Basiswerts Innerer Wert bei Ausübung Wirtschaftliche Einordnung
Im Geld Über dem Ausübungspreis Positiv Der Kauf zum vereinbarten Preis kann vorteilhaft sein.
Am Geld Entspricht dem Ausübungspreis Null Der Vertrag hat keinen inneren Wert.
Aus dem Geld Unter dem Ausübungspreis Null Eine Ausübung wäre meist nicht sinnvoll.

Ausübung, Verkauf und Barausgleich

Der Käufer kann den Call vor dem Verfallstag verkaufen und die Position schließen. Der Marktwert des Vertrags kann über oder unter der gezahlten Prämie liegen. Im Optionshandel ist dieser Verkauf oft der praktische Weg, um Gewinne oder Verluste zu realisieren.

Bei einer Ausübung kann der Basiswert geliefert werden, etwa Aktien zum festgelegten Preis. Viele Kontrakte sehen jedoch einen Barausgleich vor. Dabei wird nur die Differenz zwischen Marktpreis und Ausübungspreis ausgezahlt.

Die konkrete Erfüllungsart steht im Vertrag. Börsengehandelte Optionen können automatisch ausgeübt werden, wenn sie am Laufzeitende im Geld liegen.

Call einfach erklärt: Beispiel mit Aktie und Optionsprämie

Ein Call bezieht sich oft auf 100 Aktien. In diesem Beispiel liegt der Aktienkurs zunächst bei 40 Euro. Der Käufer erwirbt einen Call mit einem Ausübungspreis von 45 Euro. Diese Definition beschreibt das Recht, die Aktien bis zum Laufzeitende zu diesem Preis zu kaufen.

Steigt der Kurs auf 50 Euro, kann der Käufer 100 Aktien für 4.500 Euro erwerben. Am Markt haben sie nun einen Wert von 5.000 Euro. Der innere Wert beträgt daher 500 Euro – 100 Aktien mal 5 Euro Kursvorteil.

Kennzahl Wert Einordnung
Anzahl der Aktien 100 Typische Bezugsgröße eines Calls
Ausübungspreis 45 Euro Kaufpreis je Aktie laut Optionsvertrag
Aktienkurs bei Kauf 40 Euro Der Call hat zunächst keinen inneren Wert
Aktienkurs am Ende 50 Euro Der Call liegt im Geld
Innerer Wert 500 Euro 100 Aktien × 5 Euro Kursvorteil
Gezahlte Optionsprämie 600 Euro Der innere Wert deckt die Kosten noch nicht
Ergebnis vor weiteren Kosten –100 Euro 500 Euro innerer Wert minus 600 Euro Prämie

Die Erklärung zeigt: Ein Kursanstieg allein führt nicht zwingend zu einem Gewinn. Erst wenn der innere Wert die Optionsprämie übersteigt, entsteht rechnerisch ein Plus. Fällt die Aktie unter 45 Euro, wird der Call meist nicht ausgeübt. Der Verlust bleibt auf die gezahlte Prämie begrenzt.

Dieses Wirtschaftswissen macht den Hebel deutlich. Mit einer vergleichsweise kleinen Prämie bewegt der Anleger eine Position auf 100 Aktien. Der Hebel kann Erträge steigern, erhöht aber auch das Risiko eines vollständigen Prämienverlusts. Sinkt bei kurzer Restlaufzeit der Zeitwert, kann dies den Call zusätzlich belasten.

Chancen und Risiken von Long Call, Short Call und Covered Call

Ein Long Call gibt dem Käufer das Recht, einen Basiswert zu festgelegtem Preis zu kaufen. Der mögliche Verlust ist auf die gezahlte Optionsprämie begrenzt. Steigt der Kurs stark, bleibt das Gewinnpotenzial theoretisch unbegrenzt. Calls werden deshalb oft für Spekulationen auf steigende Kurse genutzt.

Beim Short Call erhält der Verkäufer die Prämie sofort. Sein maximaler Ertrag ist auf diese Prämie beschränkt. Bei einem ungedeckten Short Call drohen hohe Verluste, wenn die Kurse stark steigen. Im Extremfall gibt es keine feste Obergrenze für den Verlust.

Ein Covered Call verringert dieses Risiko, da der Verkäufer die Aktien bereits im Depot hält. Übersteigt der Kurs den Ausübungspreis, muss er die Aktien abgeben. Dafür verzichtet er auf weitere Kursgewinne. Fällt der Kurs, verfällt der Call meist wertlos; Prämie und Aktien bleiben beim Verkäufer.

Optionen dienen zur Absicherung von Positionen und können Prämien einbringen oder gezielte Markterwartungen umsetzen. Vor dem Geschäft sollten Anleger Laufzeit, Ausübungspreis, Prämie und Liquidität prüfen. Ebenso wichtig sind die vertraglichen Pflichten, besonders bei Short Calls oder Covered Calls.

FAQ

Was ist ein Call an der Börse?

Ein Call ist die Kurzbezeichnung für eine Kaufoption. Er gibt dem Käufer das Recht, einen Basiswert wie Aktien, ETFs, Indizes, Währungen oder Rohstoffe zu einem festgelegten Preis zu kaufen. Dieses Recht gilt bis zum Verfallstag oder zu einem bestimmten Termin.

Was ist der Unterschied zwischen einem Call und einer Put-Option?

Ein Call setzt auf steigende Kurse des Basiswerts. Eine Put-Option gibt das Recht, einen Basiswert zum Ausübungspreis zu verkaufen. Put-Optionen werden oft bei erwarteten fallenden Kursen genutzt.

Muss der Käufer einer Call-Option den Basiswert kaufen?

Nein. Der Käufer hat nur das Recht, aber keine Pflicht zum Kauf. Liegt der Marktpreis unter dem Ausübungspreis, lässt er den Call meist wertlos verfallen. Sein Verlust beschränkt sich dann auf die gezahlte Optionsprämie.

Was bedeutet Ausübungspreis bei einem Call?

Der Ausübungspreis, auch Basispreis oder Strike Price genannt, bestimmt den Kaufpreis des Basiswerts bei Ausübung. Bei einem Call ist ein höherer Marktpreis als der Strike Price vorteilhaft.

Was ist die Optionsprämie?

Die Optionsprämie ist der Preis für den Call. Der Käufer zahlt sie an den Verkäufer, den sogenannten Stillhalter. Für Käufer stellt sie den maximal möglichen Verlust dar, wenn die Option wertlos verfällt.

Wann ist ein Call im Geld, am Geld oder aus dem Geld?

Ein Call ist im Geld, wenn der Kurs des Basiswerts über dem Ausübungspreis liegt. Am Geld bedeutet, Kurs und Ausübungspreis sind gleich hoch. Aus dem Geld ist ein Call, wenn der Kurs unter dem Ausübungspreis notiert.

Wie wird der innere Wert einer Call-Option berechnet?

Der innere Wert ist die positive Differenz zwischen Marktpreis des Basiswerts und Ausübungspreis. Notiert eine Aktie bei 50 Euro und beträgt der Strike 45 Euro, liegt der Wert bei 5 Euro je Aktie.

Bei einem Kontrakt auf 100 Aktien sind das 500 Euro.

Was passiert am Verfallstag eines Calls?

Am Verfallstag endet die Laufzeit der Option. Ein im Geld liegender Call kann ausgeübt, verkauft oder automatisch ausgeübt werden. Je nach Vertrag erfolgt eine Lieferung des Basiswerts oder ein Barausgleich.

Was ist der Unterschied zwischen amerikanischen und europäischen Optionen?

Amerikanische Optionen können während der gesamten Laufzeit bis zum Verfallstag ausgeübt werden. Europäische Optionen lassen eine Ausübung nur am Laufzeitende zu. Aktien- und ETF-Optionen sind meist amerikanisch, viele Indexoptionen europäisch.

Kann ein Call vor dem Verfallstag verkauft werden?

Ja. Käufer können einen Call vor dem Verfall verkaufen und die Position schließen. Der Verkaufspreis hängt vom Kurs, der Restlaufzeit, der Volatilität und der Liquidität ab.

Was bedeutet Long Call im Wirtschaftswissen?

Ein Long Call bezeichnet den Kauf einer Call-Option. Der Anleger erwartet meist steigende Kurse oder will einen späteren Kaufpreis absichern. Der maximale Verlust ist auf die gezahlte Prämie begrenzt. Das Gewinnpotenzial bei starken Kursanstiegen ist theoretisch unbegrenzt.

Was ist ein Short Call?

Ein Short Call bedeutet, dass der Stillhalter eine Call-Option verkauft und dafür die Prämie erhält. Wird die Option ausgeübt, muss er den Basiswert liefern oder den Vertrag erfüllen. Bei ungedecktem Short Call kann der Verlust unbegrenzt sein.

Was ist ein Covered Call?

Ein Covered Call ist ein gedeckter Call. Der Verkäufer besitzt die zugrunde liegenden Aktien bereits und schreibt darauf eine Kaufoption. Er erhält die Prämie, verzichtet aber auf Kursgewinne oberhalb des Ausübungspreises, falls die Aktien geliefert werden müssen.

Warum haben Calls einen Hebel?

Ein Call ermöglicht, mit einer geringen Optionsprämie an der Kursentwicklung eines größeren Basiswerts zu partizipieren. Dieser Hebeleffekt kann Gewinne verstärken, aber auch das Risiko erhöhen, dass die Prämie verloren geht.

Welche Bedeutung hat der Zeitwert bei einer Call-Option?

Neben dem inneren Wert hat ein Call oft einen Zeitwert. Der berücksichtigt die Chance, dass der Basiswert bis zum Verfall noch steigt. Mit sinkender Restlaufzeit nimmt der Zeitwert meist ab, wenn sich der Kurs nicht bewegt.

Eignet sich ein Call zur Absicherung?

Ja. Ein Call kann zur Absicherung eines geplanten Kaufs genutzt werden. Steigt der Preis des Basiswerts, kann das Kaufrecht den höheren Marktpreis ganz oder teilweise ausgleichen. Prämie, Laufzeit und Vertragsbedingungen bleiben dennoch entscheidend.

Bodensatzarbeitslosigkeit Definition – Was ist Bodensatzarbeitslosigkeit
außenwirtschaftliches Gleichgewicht Definition – Was ist das außenwirtschaftliche Gleichgewicht?
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