Der DAX® ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Die Abkürzung steht für Deutscher Aktienindex. Er zeigt die Entwicklung der Aktien von 40 großen und gut handelbaren Unternehmen.
- Definition und Bedeutung des DAX®
- Wie der DAX berechnet wird
- Performanceindex und Kursindex verständlich erklärt
- Streubesitz-Marktkapitalisierung als Gewichtungsgrundlage
- Xetra-Kurse und laufende Indexberechnung
- Welche Unternehmen in den DAX aufgenommen werden
- Auswahl nach Größe und Handelbarkeit
- Regelmäßige Überprüfung der Zusammensetzung
- Branchenmix und Grenzen der wirtschaftlichen Aussagekraft
- Warum der DAX für Anleger und Sparer relevant ist
- FAQ
- Was ist der DAX®? – Definition und Erklärung
- Welche Unternehmen sind im DAX® vertreten?
- Wie wird der DAX® berechnet?
- Was ist der Unterschied zwischen DAX® Performanceindex und DAX® Kursindex?
- Nach welchen Kriterien werden Unternehmen in den DAX® aufgenommen?
- Bildet der DAX® die deutsche Wirtschaft vollständig ab?
- Warum ist der DAX® für Anleger wichtig? – Wirtschaftswissen für die Geldanlage
- Welche weiteren deutschen Aktienindizes gibt es?
- Was sagt der VDAX NEW aus?
Diese Definition macht den DAX® zum zentralen Barometer für den deutschen Aktienmarkt. Steigt der Index, gewinnen die enthaltenen Aktien im Durchschnitt an Wert. Fällt er, überwiegen Kursverluste.
Für Anleger, Unternehmen und Medien liefert der Deutsche Aktienindex eine schnelle Erklärung für die tägliche Marktbewegung.
Der Index umfasst Unternehmen wie SAP, Siemens, Allianz, Deutsche Telekom und Airbus. Die Auswahl basiert auf der Größe der frei handelbaren Aktien und dem Handelsumsatz. Zusammen machen die DAX®-Unternehmen rund 80 Prozent der Marktkapitalisierung an deutschen Börsen aus.
Der DAX® wurde am 1. Juli 1988 eingeführt. Die Ausgangsbasis liegt beim 31. Dezember 1987 bei 1.000 Punkten. Er wurde von der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Wertpapierbörsen, der Frankfurter Wertpapierbörse und der Börsen-Zeitung entwickelt.
Ursprünglich umfasste der DAX® 30 Unternehmen. Seit September 2021 sind 40 Werte im Index. Die Deutsche Börse AG berechnet und veröffentlicht den DAX®. Zudem ist DAX® eine eingetragene Wort- und Bildmarke der Deutschen Börse AG.
Wichtigste Erkenntnisse
- Der DAX® ist der führende Aktienindex Deutschlands.
- Die Bezeichnung Deutscher Aktienindex erklärt seine Funktion als Marktbarometer.
- Er umfasst 40 große und liquide Aktiengesellschaften.
- Die Gewichtung orientiert sich am Wert der frei handelbaren Aktien.
- Der Index wurde 1988 eingeführt und auf 1.000 Punkte normiert.
- Die Deutsche Börse AG berechnet den DAX® fortlaufend.
Definition und Bedeutung des DAX®
Der DAX® misst die Entwicklung großer deutscher Aktiengesellschaften. Er repräsentiert nicht die gesamte Volkswirtschaft, dient aber als Stimmungsbarometer für den Kapitalmarkt. Für Anleger und Unternehmen bietet er eine wichtige Orientierung. Finanzmedien greifen ebenfalls auf diesen Index zurück, um Markttrends darzustellen.
Steigende Indexstände signalisieren oft positive Erwartungen bezüglich Gewinne und Konjunktur. Sinkende Kurse zeigen hingegen häufig höhere Risiken oder mehr Vorsicht der Marktteilnehmer. Die Bedeutung des DAX® hängt vom Kontext ab. Die darin enthaltenen Konzerne sind international aktiv und von globalen Einflüssen abhängig.
Dazu zählen Nachfrage, Wechselkurse, Rohstoffpreise und politische Entwicklungen. Der DAX® ist das wichtigste Mitglied der DAX-Indexfamilie. Weitere Indizes sind der MDAX, SDAX, TecDAX und HDAX. Der HDAX bündelt mehrere dieser Indizes.
Ein umfassendes WIKI zum deutschen Aktienmarkt sollte auch den CDAX nennen. Ebenso wichtig ist der VDAX NEW, welcher die erwartete Volatilität für 30 Tage abbildet. An der Eurex gibt es außerdem DAX®-Derivate. Optionen laufen unter dem Kürzel ODAX, Futures unter FDAX.
Diese Derivate ermöglichen Marktteilnehmern Absicherungen oder gezielte Positionierungen auf Indexbewegungen. So lassen sich Risiken steuern und Chancen nutzen.
Wie der DAX berechnet wird
Der DAX® misst die Wertentwicklung der größten und meistgehandelten deutschen Aktien. Seine Berechnung folgt festen Regeln der Deutsche Börse. Dieses Wirtschaftswissen hilft, Kursbewegungen und Indexstände besser einzuordnen.
Performanceindex und Kursindex verständlich erklärt
In Deutschland ist mit dem DAX® meist der Performanceindex gemeint. Er rechnet Dividenden so ein, als würden sie wieder in die Aktien investiert. Seine ISIN lautet DE0008469008.
Der Kursindex trägt das Kürzel DAXK und die ISIN DE0008467440. Er zeigt nur die Veränderung der Aktienkurse, Dividenden bleiben außen vor. Dieser Unterschied ist wichtig, weil trotz gleicher Unternehmen beide Werte unterschiedlich verlaufen können.
| Variante | Berücksichtigung von Dividenden | ISIN |
|---|---|---|
| Performanceindex | Dividenden werden rechnerisch wieder angelegt | DE0008469008 |
| Kursindex | Dividenden werden nicht berücksichtigt | DE0008467440 |
Streubesitz-Marktkapitalisierung als Gewichtungsgrundlage
Das Gewicht einer Aktie richtet sich nach ihrer Streubesitz–Marktkapitalisierung. Entscheidend sind Aktien, die für Anleger frei handelbar sind. Große Beteiligungen von Staat, Familien oder Konzernen spielen nur begrenzt eine Rolle.
Unternehmen mit hohem frei handelbarem Börsenwert beeinflussen den DAX® stärker. Die Gewichtung einzelner Aktien ist begrenzt, damit kein Konzern den Index allein prägen kann.
Xetra-Kurse und laufende Indexberechnung
Für die laufende Berechnung nutzt der DAX® Preise aus dem elektronischen Handelssystem Xetra. Während der Handelszeit wird der Index fortlaufend aktualisiert. Steigende und fallende Kurse der Mitgliedswerte wirken sofort auf den Stand.
Zum Handelsschluss wird ein offizieller Schlussstand ermittelt. Der Kursindex zeigt reine Preisänderungen, während der Performanceindex auch die rechnerisch angelegten Dividenden berücksichtigt.
Welche Unternehmen in den DAX aufgenommen werden
Der DAX bildet große und liquide Aktiengesellschaften aus Deutschland ab. Entscheidend sind klare Regeln der Deutschen Börse. Der Begriff Auswahl beschreibt dabei keinen festen Platz. Die Rangfolge kann sich mit den Kursen und dem Handel verändern.
Auswahl nach Größe und Handelbarkeit
Für die Aufnahme muss ein Unternehmen mindestens im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sein. Seine Aktien müssen zudem über Xetra handelbar sein. Dies sichert einen regelmäßigen und transparenten Handel.
Seit September 2021 zählt vor allem die Streubesitz–Marktkapitalisierung. Sie misst nur den Wert der frei handelbaren Aktien. Große Beteiligungen etwa von Staat oder Familien fließen nicht vollständig ein.
Die Marktkapitalisierung wird im März und September ermittelt. Grundlage ist der durchschnittliche volumengewichtete Xetra-Kurs der 20 Handelstage vor dem letzten Handelstag des Monats. Daher entscheidet nicht nur ein hoher Schlusskurs über die Aufnahme.
Regelmäßige Überprüfung der Zusammensetzung
Die Deutsche Börse überprüft die DAX-Zusammensetzung planmäßig zweimal im Jahr. Anpassungen sind auch in den übrigen Quartalsmonaten möglich. So kann der Index auf deutliche Veränderungen am Kapitalmarkt reagieren.
Sinkt die Streubesitz-Marktkapitalisierung eines Mitglieds stark, kann ein größerer Kandidat nachrücken. Der Begriff Fast Exit steht für einen beschleunigten Austausch nach den festgelegten Ranglisten. Auch die Handelbarkeit bleibt ein wichtiges Kriterium.
| Prüfpunkt | Bedeutung für die Aufnahme | Prüfzeitpunkt |
|---|---|---|
| Börsensegment | Mindestens eine Notierung im General Standard ist erforderlich. | Bei jeder Indexprüfung |
| Xetra-Handel | Die Aktie muss auf Xetra regelmäßig handelbar sein. | Laufend |
| Streubesitz-Marktkapitalisierung | Sie bestimmt die Rangfolge der Kandidaten und Mitglieder. | März und September |
| Kursgrundlage | Maßgeblich ist der volumengewichtete Durchschnitt der 20 vorherigen Handelstage. | Vor dem letzten Handelstag des Prüfmonats |
Branchenmix und Grenzen der wirtschaftlichen Aussagekraft
Der DAX enthält Unternehmen aus Industrie, Software, Chemie, Banken, Versicherungen und Gesundheitswirtschaft. Das Regelwerk schreibt jedoch keinen festen Branchenmix vor. Die Auswahl folgt der Marktkapitalisierung, nicht dem Ziel einer ausgewogenen Wirtschaftsstruktur.
So kann der Index einzelne Sektoren stark gewichten. Er erklärt die Entwicklung großer börsennotierter Konzerne, aber nicht die gesamte deutsche Wirtschaft. Mittelstand, private Firmen und viele Dienstleister sind darin nur begrenzt sichtbar.
Warum der DAX für Anleger und Sparer relevant ist
Der DAX ist für viele Anleger der zentrale Referenzwert für deutsche Aktien. Er zeigt die Entwicklung der größten und meistgehandelten Unternehmen am deutschen Markt. Dadurch werden Chancen und Risiken am Aktienmarkt schnell sichtbar.
Ein DAX ETF bildet diese Entwicklung meist exakt nach. Steigen die Kurse der Indexmitglieder, steigt auch sein Wert. Bei fallenden Kursen sinkt der ETF-Wert in der Regel.
Der DAX Performanceindex berücksichtigt Dividenden rechnerisch. Die Auszahlungspraxis eines ETFs ist jedoch separat geregelt.
Für langfristiges Investieren kann ein breit gestreuter Indexfonds sinnvoll sein. Ein DAX ETF bündelt viele große deutsche Unternehmen in einem einzigen Produkt. Dennoch bleibt das Risiko bestehen, da der Index von der deutschen Wirtschaft und einzelnen Branchen abhängt.
Das WIKI zum DAX bietet hilfreiche Einordnung. Der Index ist kein Sparprodukt mit garantierter Rendite, sondern ein Marktbarometer. Anleger sollten vor Investition Kosten, Ausschüttungsart und persönliche Risikobereitschaft prüfen.
FAQ
Was ist der DAX®? – Definition und Erklärung
Der DAX® ist der Deutsche Aktienindex, der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Er misst die Leistung von 40 großen, liquiden Unternehmen des deutschen Aktienmarkts. Anleger, Unternehmen und Medien sehen ihn als zentralen Indikator für den Kapitalmarkt.
Welche Unternehmen sind im DAX® vertreten?
Im DAX® sind 40 Unternehmen vertreten, die nach Streubesitz-Marktkapitalisierung zu den größten und liquidesten Aktiengesellschaften gehören. Beispiele sind SAP, Siemens, Allianz, Deutsche Telekom und Airbus. Die Zusammensetzung kann sich ändern, wenn sich die Bedeutung am Kapitalmarkt verschiebt.
Wie wird der DAX® berechnet?
Die Deutsche Börse AG berechnet den DAX® fortlaufend mit den handelbaren Aktienkursen auf Xetra. Wichtig ist die Streubesitz-Marktkapitalisierung der Unternehmen. Nur frei handelbare Aktien werden berücksichtigt, nicht gebundene Großaktionärsanteile.
Was ist der Unterschied zwischen DAX® Performanceindex und DAX® Kursindex?
Der DAX® erscheint als Performanceindex und Kursindex. Beim Performanceindex werden Dividenden rechnerisch wieder angelegt. Im Kursindex, symbolisiert als DAXK, bleiben Dividenden unberücksichtigt. Meist ist in Deutschland der Performanceindex gemeint.
Nach welchen Kriterien werden Unternehmen in den DAX® aufgenommen?
Für die Aufnahme müssen Unternehmen im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sein. Außerdem müssen sie auf Xetra handelbar sein. Seit September 2021 ist die Streubesitz-Marktkapitalisierung das wichtigste Auswahlkriterium. Die Indexzusammensetzung wird regelmäßig überprüft und angepasst.
Bildet der DAX® die deutsche Wirtschaft vollständig ab?
Nein, der DAX® bildet die deutsche Volkswirtschaft nicht vollständig ab. Er enthält 40 große Konzerne. Viele Unternehmen erwirtschaften hohe Umsätze im Ausland. Globale Nachfrage, Wechselkurse, Rohstoffpreise und Politik beeinflussen deshalb den Index stark.
Warum ist der DAX® für Anleger wichtig? – Wirtschaftswissen für die Geldanlage
Der DAX® dient als Referenzwert für deutsche Aktienanlagen. ETFs und Indexfonds können seine Entwicklung nachbilden. Steigen oder fallen Kurse im DAX®, verändern sich entsprechend Anlageprodukte. Anleger sollten Kosten, Risiken und Ausschüttungspolitik von ETFs beachten.
Welche weiteren deutschen Aktienindizes gibt es?
Zur DAX-Indexfamilie gehören MDAX für mittelgroße Unternehmen, SDAX für kleinere Werte und TecDAX für große Technologiewerte. Der HDAX umfasst DAX®, MDAX und TecDAX. Der CDAX bildet alle Aktien ab, die in Frankfurt gehandelt werden.
Was sagt der VDAX NEW aus?
Der VDAX NEW misst die erwartete Schwankungsbreite des DAX® für 30 Tage. Ein hoher Wert zeigt oft eine erhöhte Marktunsicherheit. Volatilität ist die Kennzahl für die Stärke von Kursschwankungen.

