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Startseite » Blog » Deutscher Industrie- und Handelskammertag – Was ist der Deutsche Industrie- und Handelskammertag?
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Deutscher Industrie- und Handelskammertag – Was ist der Deutsche Industrie- und Handelskammertag?

Jens Schumacher - DAPD
Zuletzt aktualisiert: 18. März 2026 13:02
Jens Schumacher - DAPD
Vor 6 Monaten
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Der Deutscher Industrie- und Handelskammertag war der frühere Name der heutigen Deutschen Industrie- und Handelskammer, kurz DIHK.

Inhaltsverzeichnis
    • Wichtige Erkenntnisse
  • Deutscher Industrie- und Handelskammertag: Definition und heutige Bezeichnung
  • Aufgaben, Interessenvertretung und Organisation der DIHK
    • Vertretung der gewerblichen Wirtschaft gegenüber Politik und Öffentlichkeit
    • Zusammenarbeit mit IHKs und internationale Wirtschaftsförderung
    • Gremien und Entscheidungswege
  • Bedeutung der Deutschen Industrie- und Handelskammer für Unternehmen und Wirtschaft
  • FAQ
    • Was ist der Deutsche Industrie- und Handelskammertag?
    • Warum heißt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag heute DIHK?
    • Welche Aufgaben hat die DIHK?
    • Ist die DIHK dasselbe wie eine regionale Industrie- und Handelskammer?
    • Warum wird die DIHK als „IHK der IHKs“ bezeichnet?
    • Wo hat die Deutsche Industrie- und Handelskammer ihren Sitz?
    • Wer leitet die DIHK?
    • Wie vertritt die DIHK Unternehmen auf europäischer Ebene?
    • Welche Rolle spielt die DIHK in der Außenwirtschaft?
    • Berät die DIHK einzelne Unternehmen direkt?
    • Welche rechtlichen Grenzen gelten für öffentliche Äußerungen der DIHK?
    • Ist die Pflichtmitgliedschaft in einer IHK verfassungsgemäß?
    • Wie finanziert sich die DIHK?

Sie vereint die Interessen der Industrie- und Handelskammern in Deutschland. Damit vertritt sie mehrere Millionen Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen.

Als zentrale Wirtschaftsorganisation ist der DIHK die organisierte Stimme der gewerblichen Wirtschaft auf Bundesebene. Sie bringt Erfahrungen von kleinen Betrieben, mittelständischen Firmen und großen Konzernen in politische Debatten ein.

Die Geschichte begann am 13. Mai 1861 in Heidelberg. Dort gründeten Vertreter von Handelskammern im Deutschen Zollverein den Allgemeinen Deutschen Handelstag.

Wichtige Themen waren einheitliche Maße und Gewichte, weniger Zollgrenzen sowie ein gemeinsames Handelsgesetzbuch. Im Jahr 1918 erhielt der Verband den Namen Deutscher Industrie- und Handelstag.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verband 1949 in Ludwigshafen neu aufgebaut. Er bekannte sich zur Sozialen Marktwirtschaft. Anfangs hatte er seinen Sitz in Bonn.

1999 wechselte der Sitz nach Berlin. Seit 2001 trägt die Organisation den Namen Deutscher Industrie- und Handelskammertag. Heute heißt sie Deutsche Industrie- und Handelskammer.

Dieses Wissen hilft, ältere Quellen, politische Stellungnahmen und wirtschaftshistorische Texte besser einzuordnen.

Wichtige Erkenntnisse

  • Der Deutscher Industrie- und Handelskammertag ist die frühere Bezeichnung der heutigen DIHK.
  • Die DIHK vertritt über 79 Industrie- und Handelskammern die Interessen von mehreren Millionen Unternehmen.
  • Ihre Wurzeln reichen bis zur Gründung des Allgemeinen Deutschen Handelstags im Jahr 1861 zurück.
  • Historisch setzte sich der Verband für einheitliche Regeln im Handel und den Abbau von Handelshemmnissen ein.
  • Nach 1949 entwickelte sich die Organisation zu einer wichtigen Stimme der Sozialen Marktwirtschaft.
  • Der Sitz der DIHK befindet sich seit 1999 in Berlin.

Deutscher Industrie- und Handelskammertag: Definition und heutige Bezeichnung

Die DIHK ist die bundesweite Dachorganisation von 79 Industrie- und Handelskammern. Früher war der Deutsche Industrie- und Handelskammertag ein eingetragener Verein.

Seit dem 1. Januar 2023 heißt die Einrichtung Deutsche Industrie und Handelskammer. Dieser Wechsel folgte einer Novellierung des Industrie- und Handelskammergesetzes.

Aus dem privatrechtlichen Verein wurde eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Die regionalen IHKs sind jetzt gesetzliche Mitglieder statt nur Mitglieder des Vereins.

Der Begriff DIHK wird häufig als „IHK der IHKs“ genutzt. Die DIHK bündelt gemeinsame Positionen der Kammern auf Bundesebene. Ein WIKI-Eintrag fasst es ähnlich zusammen: Die Interessen der gewerblichen Wirtschaft werden überregional vertreten.

Merkmal Bis 31. Dezember 2022 Seit 1. Januar 2023
Name Deutscher Industrie- und Handelskammertag Deutsche Industrie und Handelskammer
Rechtsform Eingetragener Verein Körperschaft des öffentlichen Rechts
Stellung der IHKs Mitglieder des Vereins Gesetzliche Mitglieder der DIHK
Sitz Haus der Deutschen Wirtschaft, Berlin Haus der Deutschen Wirtschaft, Berlin
Leitung Präsidium und Hauptgeschäftsführung Präsident Peter Adrian, Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov

Aufgaben, Interessenvertretung und Organisation der DIHK

Die DIHK bündelt Erfahrungen der regionalen Industrie- und Handelskammern. Ihr gesetzlicher Auftrag ist die Wahrnehmung der Gesamtinteressen der Gewerbetreibenden.

Diese Interessen vertritt sie auf deutscher, europäischer und internationaler Ebene. Wirtschaftliches Wissen fließt in Stellungnahmen, Umfragen und Gespräche mit Entscheidungsträgern ein.

So werden betriebliche Folgen von Gesetzen und Regeln frühzeitig sichtbar. Das unterstützt die Kammern bei ihrer Arbeit.

Vertretung der gewerblichen Wirtschaft gegenüber Politik und Öffentlichkeit

Die Interessenvertretung richtet sich an Politik, Verwaltung, Gerichte und Öffentlichkeit. Die DIHK bewertet Referentenentwürfe, veröffentlicht Positionspapiere und organisiert Fachveranstaltungen.

Öffentliche Aussagen haben stets einen konkreten wirtschaftlichen Bezug. Falls Unternehmen unterschiedliche Ansichten haben, werden diese benannt.

Das Bundesverfassungsgericht bestätigte 2017 die Pflichtmitgliedschaft in den Industrie- und Handelskammern als verfassungsgemäß. Dadurch bleibt die gemeinsame Stimme der Kammerunternehmen rechtlich verankert.

Zusammenarbeit mit IHKs und internationale Wirtschaftsförderung

Die IHKs liefern Daten, Praxisberichte und Einschätzungen aus ihren Regionen. Die DIHK nutzt diese Informationen für die Politikberatung in Berlin und Brüssel.

Sie informiert die Kammern über neue Vorhaben auf Bundes- und EU-Ebene. Ein Büro in Brüssel besteht seit 1958 und stärkt die europäische Zusammenarbeit.

Seit 2004 arbeitet die DIHK im Haus der Europäischen Kammern zusammen mit Eurochambres und weiteren Partnern. Für Auslandsgeschäfte koordiniert sie deutsche Auslandshandelskammern und Repräsentanzen.

Die DIHK Service GmbH betreut Projekte zur Berufsbildung, für kleine und mittlere Unternehmen sowie für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Gremien und Entscheidungswege

Die Vollversammlung ist das höchste Organ der DIHK. Dort sind alle IHKs durch Präsidenten und Hauptgeschäftsführer vertreten.

Sie wählen den Präsidenten, die Vizepräsidenten und bestellen den Hauptgeschäftsführer. Präsidium, geschäftsführendes Präsidium und Vorstand steuern die laufende Arbeit der DIHK.

Sechzehn Fachausschüsse ergänzen diese Struktur. Sie bringen Erfahrung aus Unternehmen und Branchen ein.

Organ oder Einheit Aufgabe Besetzung oder Wirkung
Vollversammlung Trifft zentrale Personal- und Grundsatzentscheidungen. Präsidenten und Hauptgeschäftsführer aller IHKs.
Präsidium und Vorstand Beraten den Präsidenten und verantworten wirtschaftspolitische Positionen. Der Präsident vertritt die DIHK nach außen und gehört zugleich dem Präsidium einer IHK an.
Fachausschüsse Erarbeiten Expertise zu wirtschaftlichen Themen. 16 Ausschüsse mit Mitgliedern vor allem aus der Unternehmerschaft.
DIHK Service GmbH Setzt Projekte für Bildung, Internationalisierung und Mittelstand um. Projektgesellschaft für IHKs und Auslandshandelskammern.

Bedeutung der Deutschen Industrie- und Handelskammer für Unternehmen und Wirtschaft

Eine DIHK Erklärung zeigt: Die Organisation bündelt die Anliegen der Industrie- und Handelskammern auf Bundes- und Europaebene. Sie bringt Erfahrungen aus verschiedenen Regionen, Branchen und Betrieben in politische Gespräche ein. So entsteht eine starke Interessenvertretung.

Im Mittelpunkt stehen verlässliche Regeln für Investitionen und Wachstum, zum Beispiel bei Bürokratie, Außenhandel, digitaler Infrastruktur und beruflicher Bildung. Dieses Wissen hilft, wirtschaftspolitische Folgen für Industrie, Handel und Dienstleistungen besser einzuschätzen.

Die DIHK berät nicht einzelne Betriebe; diese Aufgabe übernimmt die örtliche IHK. Das Wissen für Unternehmen entsteht vor allem durch gemeinsame Interessenvertretung und Vorschläge für Beschäftigung, Fachkräfte sowie wettbewerbsfähige Standorte.

Als Wirtschaftsbegriff beschreibt die DIHK eine gesetzlich begrenzte Stimme der gewerblichen Wirtschaft. Sie kann auch Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik ansprechen, so lange keine geschützten Aufgaben der Sozialpartner berührt werden. 2019 meldete sie Beitragseinnahmen von 64,4 Millionen Euro und 474 Beschäftigte.

FAQ

Was ist der Deutsche Industrie- und Handelskammertag?

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag war der frühere Name der heutigen Deutschen Industrie- und Handelskammer, kurz DIHK. Sie vereint die Interessen der 79 Industrie- und Handelskammern in Deutschland. Dabei agiert sie auf Bundes-, Europa- und internationaler Ebene.

Warum heißt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag heute DIHK?

Zum 1. Januar 2023 wurde der eingetragene Verein Deutscher Industrie- und Handelskammertag gesetzlich in die Deutsche Industrie- und Handelskammer umgewandelt. Die Abkürzung DIHK blieb erhalten. Die Rechtsform änderte sich zur Körperschaft des öffentlichen Rechts.

Welche Aufgaben hat die DIHK?

Die DIHK vertritt die Gesamtinteressen der gewerblichen Wirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung, Gerichten und Öffentlichkeit. Sie erstellt Stellungnahmen, Positionspapiere und Umfragen zu wirtschaftspolitischen Themen. Dazu zählen Bürokratie, Handel, Digitalisierung, Fachkräftesicherung und berufliche Bildung.

Ist die DIHK dasselbe wie eine regionale Industrie- und Handelskammer?

Nein. Regionale Industrie- und Handelskammern beraten Unternehmen vor Ort und erfüllen gesetzliche IHK-Aufgaben. Die DIHK bündelt hingegen die gemeinsamen Positionen aller IHKs. Sie vertritt diese Interessen auf überregionaler Ebene, vor allem in Berlin und Brüssel.

Warum wird die DIHK als „IHK der IHKs“ bezeichnet?

Die DIHK trägt diesen Namen, weil sie die 79 deutschen Industrie- und Handelskammern als Mitglieder hat. Sie sammelt Erfahrungen aus den Kammerbezirken.

Darauf aufbauend führt sie verschiedene regionale, branchenspezifische und unternehmerische Interessen zu gemeinsamen Positionen zusammen.

Wo hat die Deutsche Industrie- und Handelskammer ihren Sitz?

Der Sitz der DIHK befindet sich im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin. Von 1949 bis 1999 war der Sitz in Bonn. Der Umzug nach Berlin folgte dem Umzug von Bundesregierung und Bundesparlament.

Wer leitet die DIHK?

Präsident der DIHK ist Peter Adrian. Die Hauptgeschäftsführerin ab dem 1. Januar 2025 ist Helena Melnikov. Das höchste Organ ist die Vollversammlung, in der alle IHKs durch Präsidenten und Hauptgeschäftsführer vertreten sind.

Wie vertritt die DIHK Unternehmen auf europäischer Ebene?

Die DIHK bringt wirtschaftliche Anliegen in europäische Gesetzgebungsverfahren ein. Sie führt Gespräche mit EU-Institutionen. Seit 1958 gibt es ein DIHK-Büro in Brüssel, das seit 2004 im Haus der Europäischen Kammern mit weiteren Wirtschaftsorganisationen zusammenarbeitet, darunter Eurochambres.

Welche Rolle spielt die DIHK in der Außenwirtschaft?

Die DIHK koordiniert und unterstützt das Netzwerk deutscher Auslandshandelskammern, Delegiertenbüros und Repräsentanzen. Dieses Netzwerk fördert die internationale Wirtschaftstätigkeit deutscher Unternehmen und stärkt die Außenwirtschaftsförderung.

Berät die DIHK einzelne Unternehmen direkt?

Die individuelle Beratung erfolgt grundsätzlich durch regionale Industrie- und Handelskammern. Die DIHK arbeitet vor allem auf übergeordneter Ebene. Sie bündelt Wirtschaftswissen, formuliert politische Forderungen und verbessert Unternehmensrahmenbedingungen.

Welche rechtlichen Grenzen gelten für öffentliche Äußerungen der DIHK?

Öffentliche Stellungnahmen müssen einen Bezug zu wirtschaftlichen Interessen der Mitgliedsunternehmen haben. Die DIHK wägt unterschiedliche Interessen ab und weist auf Minderheitenpositionen hin, wenn keine Einigkeit besteht.

Allgemeinpolitische Aussagen ohne Wirtschaftsbezug gehören nicht zu ihrem gesetzlichen Aufgabenbereich.

Ist die Pflichtmitgliedschaft in einer IHK verfassungsgemäß?

Ja. Das Bundesverfassungsgericht entschied 2017, dass die Pflichtmitgliedschaft von Unternehmen in Industrie- und Handelskammern mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Die Kammern übernehmen wirtschaftliche Selbstverwaltungsaufgaben und vertreten gewerbliche Interessen.

Wie finanziert sich die DIHK?

Die DIHK erhält Beiträge von ihren Mitgliedern, den Industrie- und Handelskammern. Für 2019 betrugen die Beitragseinnahmen 64,4 Millionen Euro. Die Bilanzsumme lag bei 174,9 Millionen Euro, und es gab 474 Beschäftigte.

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