Dapd.de - ⚡Nachrichten - Märkte - Wissen - Wirtschaftsnachrichten DeutschlandDapd.de - ⚡Nachrichten - Märkte - Wissen - Wirtschaftsnachrichten DeutschlandDapd.de - ⚡Nachrichten - Märkte - Wissen - Wirtschaftsnachrichten Deutschland
  • News
    • Aktuelle Meldungen
    • Internationale Wirtschaft
    • Märkte
    • Politik & Regulierung
    • Regionen
    • Unternehmen
  • Wirtschaft
    • Arbeitsmarkt
    • Branchen & Sektoren
    • Energie & Rohstoffe
    • Handel & Dienstleistungen
    • Industrie & Produktion
    • Technologie & Digitalisierung
  • Finanzen
    • Anleihen
    • Börse & Märkte
    • Devisen
    • ETFs & Fonds
    • Geldpolitik
    • Kryptowährungen
  • Geld & Kredit
    • Baufinanzierung
    • Kreditarten
    • Steuern
    • Unternehmensfinanzierung
    • Verbraucherinformationen
    • Versicherungen
  • Analysen & Hintergründe
    • Interviews
    • Marktanalysen
    • Trends & Entwicklungen
    • Unternehmensporträts
  • Finanzwiki
  • Rechner & Tools
  • Wirtschaftswiki
Lesen: Studie: Hormus-Blockade setzt globale Lieferketten unter Druck – Deutschland vor allem indirekt betroffen
Teilen
SchriftgrößenanpassungAa
Dapd.de - ⚡Nachrichten - Märkte - Wissen - Wirtschaftsnachrichten DeutschlandDapd.de - ⚡Nachrichten - Märkte - Wissen - Wirtschaftsnachrichten Deutschland
SchriftgrößenanpassungAa
  • News
    • Aktuelle Meldungen
    • Internationale Wirtschaft
    • Märkte
    • Politik & Regulierung
    • Regionen
    • Unternehmen
  • Wirtschaft
    • Arbeitsmarkt
    • Branchen & Sektoren
    • Energie & Rohstoffe
    • Handel & Dienstleistungen
    • Industrie & Produktion
    • Technologie & Digitalisierung
  • Finanzen
    • Anleihen
    • Börse & Märkte
    • Devisen
    • ETFs & Fonds
    • Geldpolitik
    • Kryptowährungen
  • Geld & Kredit
    • Baufinanzierung
    • Kreditarten
    • Steuern
    • Unternehmensfinanzierung
    • Verbraucherinformationen
    • Versicherungen
  • Analysen & Hintergründe
    • Interviews
    • Marktanalysen
    • Trends & Entwicklungen
    • Unternehmensporträts
  • Finanzwiki
  • Rechner & Tools
  • Wirtschaftswiki
Folge uns
© 2026 dapd.de || Bo Mediaconsult
Startseite » Blog » Studie: Hormus-Blockade setzt globale Lieferketten unter Druck – Deutschland vor allem indirekt betroffen
Aktuelle Meldungen

Studie: Hormus-Blockade setzt globale Lieferketten unter Druck – Deutschland vor allem indirekt betroffen

Jens Schumacher - DAPD
Zuletzt aktualisiert: 19. März 2026 13:53
Jens Schumacher - DAPD
Vor 2 Monaten
Teilen
Studie: Hormus-Blockade setzt globale Lieferketten unter Druck – Deutschland vor allem indirekt betroffen
Teilen

Die aktuelle Blockade der Straße von Hormus – einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den globalen Ölhandel – wird zum zunehmenden Risiko für die Weltwirtschaft. Eine neue Studie des Supply Chain Intelligence Institute Austria (ASCII), des Complexity Science Hub (CSH) und der TU Delft zeigt: Eine länger andauernde Schließung der Straße von Hormus könnte erhebliche Auswirkungen auf globale Lieferketten und Energiemärkte haben. Die Studie untersucht erstmals systematisch, wie stark Länder und Branchen weltweit von den Exporten jener fünf Golfstaaten abhängig sind, deren maritimer Handel vollständig durch Hormus verläuft: Iran, Vereinigte Arabische Emirate, Katar, Kuwait und Bahrain. Insgesamt exportieren diese fünf Staaten Waren im Wert von rund 1,2 Billionen US-Dollar pro Jahr, wobei Energieprodukte wie Rohöl, Flüssiggas und raffinierte Erdölprodukte mit rund 800 Milliarden US-Dollar den größten Anteil der betroffenen Handelsströme ausmachen.

Inhaltsverzeichnis
  • Dauer der Blockade entscheidet über wirtschaftliche Folgen
  • Weltwirtschaft stark von Energieexporten aus der Golfregion abhängig
  • Energieabhängigkeit konzentriert sich europaweit auf wenige Länder
  • Deutschland: Direkte Abhängigkeit gering, aber verwundbar durch steigende Energiepreise
  • Studie plädiert für schnelle Deeskalation

„Die Straße von Hormus ist einer der kritischsten Engpässe der Weltwirtschaft. Eine längere Blockade würde nicht nur Energiemärkte treffen, sondern auch zahlreiche globale Lieferketten unter Druck setzen“, erklärt Studienautor und ASCII-Direktor Peter Klimek.

Dauer der Blockade entscheidet über wirtschaftliche Folgen

Mithilfe des eigens entwickelten Schifffahrtsmodells TIDES wurden verschiedene Szenarien mit 10.000 simulierten Tankern und 1.315 Häfen weltweit untersucht. Das Ergebnis: Kurze Blockaden von bis zu zwei Wochen hätten nur begrenzte wirtschaftliche Folgen. Dauert eine Störung jedoch länger als vier Wochen, können sich Verzögerungen entlang globaler Lieferketten aufschaukeln. Bei einer 56-tägigen Blockade würden sich die Verzögerungen im globalen Tankerverkehr deutlich verstärken, da sich verpasste Hafenfenster, Staus in Häfen und verschobene Fahrpläne gegenseitig verstärken. Kurzfristig rechnen die Forschenden mit Preissteigerungen und Marktvolatilität und nicht mit unmittelbaren Lieferausfällen und Versorgungsengpässen. Strategische Reserven, Lagerbestände und alternative Lieferanten könnten kurzfristige Engpässe abfedern. Langfristige Blockaden könnten jedoch zu anhaltend hohen Energiepreisen, steigenden Produktionskosten und sinkender Wettbewerbsfähigkeit energieintensiver Industrien führen.

Siehe auch  Mindestlohn 2026 – Das ändert sich, und das müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer jetzt wissen

„Je länger eine Störung dauert, desto stärker wirken sich Kettenreaktionen in globalen Lieferketten aus. Die wirtschaftlichen Folgen steigen dann überproportional an“, erklärt Stefan Thurner, Studienautor und Präsident des Complexity Science Hub (CSH).

Weltwirtschaft stark von Energieexporten aus der Golfregion abhängig

Am stärksten abhängig von den Exporten der Golfstaaten sind große asiatische Volkswirtschaften. China importiert jährlich Waren im Wert von rund 97 Milliarden US-Dollar, gefolgt von Indien mit 74 Milliarden, Japan mit 63 Milliarden, Südkorea mit 30 Milliarden und Thailand mit 22 Milliarden US-Dollar. Diese Länder beziehen große Mengen an Rohöl, Flüssiggas und raffinierten Erdölprodukten aus der Region. Neben Energieprodukten spielen auch andere Rohstoffe eine Rolle: Zwischen 2019 und 2023 stammten rund 31 % der weltweiten Harnstoffexporte (Urea) aus der Golfregion. Die fünf untersuchten Staaten exportieren zusammen 8 bis 10 % der globalen Düngemittelproduktion im Wert von rund 13,5 Milliarden US-Dollar jährlich. Ein weiterer strategischer Bereich sind Spezialgase für die Halbleiterproduktion, etwa Neon, Helium oder Argon. Hier liegen die Exporte aus den untersuchten Golfstaaten bei rund 3 Milliarden US-Dollar jährlich.

Energieabhängigkeit konzentriert sich europaweit auf wenige Länder

Für Europa zeigt die Analyse ein differenziertes Bild. Die EU importiert jährlich rund 47 Milliarden US-Dollar aus den fünf Hormus-abhängigen Golfstaaten, wobei sich die Risiken stark auf einige wenige Länder konzentrieren. Italien ist mit 9,8 Milliarden US-Dollar pro Jahr der größte Importeur innerhalb der EU und bezieht große Mengen Flüssiggas aus Katar im Wert von rund 4,4 Milliarden US-Dollar sowie Propan im Wert von etwa 3,2 Milliarden US-Dollar. Auch Belgien ist stark exponiert: Vor allem über das LNG-Terminal in Zeebrugge importiert das Land jährlich rund 5,8 Milliarden US-Dollar an katarischem Flüssiggas, während über Antwerpen bedeutende Diamantenhandelsströme aus den Vereinigten Arabischen Emiraten laufen. Das Vereinigte Königreich weist mit 12,9 Milliarden US-Dollar pro Jahr sogar die höchste Exponierung Europas auf, davon rund 5,9 Milliarden US-Dollar Gasprodukte aus Katar. Deutschland und Frankreich sind dagegen breiter diversifiziert. Deutschland importiert rund 5,7 Milliarden US-Dollar, Frankreich etwa 8,1 Milliarden US-Dollar aus den betroffenen Staaten.

Siehe auch  Markt unterschätzt bei KI die Bedeutung der CPU

Deutschland: Direkte Abhängigkeit gering, aber verwundbar durch steigende Energiepreise

Deutschland importiert jährlich Waren im Wert von rund 5,7 Milliarden US-Dollar aus Golfstaaten und weist dabei eine vergleichsweise breite Diversifizierung sowohl bei Produkten als auch bei Lieferländern auf. Den größten Anteil haben die Vereinigten Arabischen Emirate mit 4,2 Milliarden US-Dollar, vor allem durch den Import von Schiffen, Yachten und Industrieausrüstung statt klassischer Konsumgüter. Katar trägt mit 0,6 Milliarden US-Dollar bei, insbesondere durch Propan und Spezialgase, die auch in der Halbleiterproduktion und industriellen Prozessen eine strategisch wichtige Rolle spielen. Weitere Anteile entfallen auf Kuwait (0,4 Milliarden US-Dollar) und Iran (0,3 Milliarden US-Dollar), unter anderem mit Teppichen und Pistazien. Insgesamt sorgt die breitere Streuung und die geringere Abhängigkeit von schwer ersetzbaren Energieimporten dafür, dass Deutschland im Vergleich zu Ländern wie Italien oder dem Vereinigten Königreich als widerstandsfähiger gilt. Dennoch bestehen indirekte Risiken: Steigende Energiepreise, insbesondere für Gas, könnten vor allem energieintensive Branchen wie die chemische Industrie erheblich belasten.

„Die direkte Abhängigkeit Deutschlands ist vergleichsweise gering – die eigentliche Verwundbarkeit liegt in den indirekten Effekten. Steigende Energiepreise wirken wie ein Multiplikator entlang der gesamten Wertschöpfungskette und treffen insbesondere die energieintensive Industrie. Genau hier entscheidet sich, wie stark geopolitische Spannungen letztlich auf die Realwirtschaft durchschlagen“, sagt Studienautor und ASCII-Direktor Peter Klimek.

Studie plädiert für schnelle Deeskalation

Für politische Entscheidungsträger in Europa ergeben sich aus der Analyse vor allem drei zentrale Schlussfolgerungen: Entscheidend ist eine rasche Deeskalation, um Unterbrechungen im Schifffahrtssystem kurz zu halten und zu verhindern, dass sich Verzögerungen entlang globaler Lieferketten ausweiten und größere wirtschaftliche Folgen auslösen. Gleichzeitig empfiehlt die Studie eine Vorsorgeplanung für länger andauernde Störungen, da die Auswirkungen ab etwa einem Monat überproportional ansteigen können und sich Verzögerungen entlang globaler Lieferketten verstärken. Schließlich spielt auch eine klare und transparente Kommunikation von Behörden eine wichtige Rolle, um Marktunsicherheiten zu vermeiden.

Siehe auch  Heizölpreise im Wandel: Wie Weltmarkt und Regulierung zusammenwirken

„Kurzfristige Störungen lassen sich in der Regel bewältigen. Kritisch wird es, wenn eine Blockade länger anhält – auch wenn dies aus aktueller Sicht unwahrscheinlich ist – und sich Verzögerungen entlang globaler Lieferketten aufschaukeln. Umso wichtiger sind schnelle politische Lösungen, Vorbereitung auf längere Krisenszenarien und eine transparente Kommunikation, damit Märkte nicht durch Panikreaktionen und Hamsterkäufe zusätzlich destabilisiert werden“, schließt Studienautor und ASCII-Direktor Peter Klimek.

Pressemitteilung von: Supply Chain Intelligence Institute Austria

Werbung in ChatGPT: OpenAI testet Anzeigen im KI-Dialog
QVC-Insolvenz: Was hinter der Krise des Teleshopping-Pioniers steckt
E-Auto-Förderung 2026: Welche Prämien geplant sind und wer wie stark profitieren kann
Super Bowl 2026: Ökonomische Relevanz eines globalen Medienereignisses
Bundeskabinett beschließt Gesetzesentwurf zur Umsetzung der EU-Verpackungsverordnung
GETAGGT:Blockadeglobale Lieferkettenglobaler ÖlhandelSchifffahrtsroutenStraße von Hormus
Diesen Artikel teilen
Facebook E-Mail Drucken
Vorheriger Artikel Bildschirmarbeitsplatz Definition – Was ist ein Bildschirmarbeitsplatz
Nächster Artikel Bildungspolitik Definition – Was ist Bildungspolitik

Folge uns

DAPD in Social Media
FacebookGefällt mir
XFolgen
YoutubeAbonnieren
TelegramFolgen

Wöchentlicher Newsletter

Abonniere unseren Newsletter, um unser neusten Nachrichten nicht zu verpassen!
[mc4wp_form]
Beliebte Neuigkeiten
Patt-Situation in der Straße von Hormus ist Inflationstreiber
Wirtschaft

Patt-Situation in der Straße von Hormus ist Inflationstreiber

Jens Schumacher - DAPD
Von
Jens Schumacher - DAPD
Vor 2 Tagen
Emily Hart: Wie eine KI-Influencerin zum politischen Geschäftsmodell wurde
Börsengang – SpaceX vor dem Rekord-IPO
Familienversicherung vor dem Aus? Wann Kinder und Partner selbst zahlen müssen
Russlands Wirtschaft unter Druck: Hinweise auf strukturelle Krise verdichten sich
- Werbung -
Ad imageAd image

Über uns

dapd.de ist ein unabhängiges Wirtschafts- und Finanzportal mit dem Anspruch, wirtschaftliche Entwicklungen verständlich, einzuordnend und relevant abzubilden. Unser Fokus liegt auf aktuellen Nachrichten, fundierten Analysen und belastbarem Hintergrundwissen rund um Wirtschaft, Märkte, Unternehmen und Finanzthemen.

Neu bei Dapd.de

  • Patt-Situation in der Straße von Hormus ist Inflationstreiber
  • Emily Hart: Wie eine KI-Influencerin zum politischen Geschäftsmodell wurde
  • Börsengang – SpaceX vor dem Rekord-IPO

Informationen

  • Startseite
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Sitemap
  • Über uns

Themen

2026 Aktien Apple Arbeitsmarkt Asien Baufinanzierung begriffe Bitcoin Branchenentwicklung Börsengang China Demografischer Wandel Demokratie dienstleistungen Dieselpreis digitalisierung Donald Trump Elektrifizierung Energie Energieeffizienz Energiekrise Ersatzinvestition ESG-Kriterien Fachkräftemangel Gebäudeenergiegesetz Gebäudemodernisierungsgesetz Geld Geldanlage Geopolitische Risiken Gold Halbleiter handel Handelspolitik Heizungsgesetz Humanoide Roboter; USA Immobilienfinanzierung Industrie Inflation Info Innovation Investitionen Investmentstrategien Iran-Krieg Kapitalmarkt KI KI-Systeme Klimapolitik Deutschland Kommentar kredit Kurs Künstliche Intelligenz Lieferketten Medien Medienkritik Mindestlohnanpassungen Nahost-Konflikt NATO News Oberster Gerichtshof Pendo Pressefreiheit produktion Produktionskapazität regionen Renditen RGI Rohstoffe Rohstoffpreisentwicklung Rohöl RTL Silber Softwaremarkt Speicherchips Staatsanleihen Strafzölle Straße von Hormus Stromnetze Technologie Technologiebranche Tesla Trump US-Zollsystem US-Zölle USA Venezuela Verbraucher versicherungen Weltwirtschaft Werbung Wettbewerbsfähigkeit wiki Wirtschaft wirtschaftsnews Wirtschaftspolitik wirtschaftswiki wirtschaftswissen Wärmewende Zinswende Zukunft der Arbeit Ölmarkt

DAPD in Social Media

© DAPD.de II bo mediaconsult
  • Startseite
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Sitemap
  • Über uns
Welcome Back!

Sign in to your account

Benutzername oder E-Mail-Adresse
Passwort

Passwort vergessen?