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Elterngeld – Was ist das Elterngeld?

Jens Schumacher - DAPD
Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2026 23:22
Jens Schumacher - DAPD
Vor 3 Monaten
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Elterngeld ist eine staatliche Leistung für Eltern, die ihr Kind nach der Geburt selbst betreuen. Es ersetzt einen Teil des wegfallenden Erwerbseinkommens. So soll die finanzielle Basis der Familie in dieser Zeit gesichert werden.

Inhaltsverzeichnis
    • Wichtige Punkte zum Elterngeld
  • Elterngeld: Definition, Zweck und gesetzliche Grundlage
    • Was Elterngeld für Eltern nach der Geburt bedeutet
    • Welche Ziele das Elterngeld verfolgt
    • Rechtsgrundlage im Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz
  • ELStAM und Elterngeld: Bedeutung für Einkommen und Berechnung
    • Welche Rolle das Einkommen vor der Geburt spielt
    • Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale verständlich erklärt
    • Steuern, Progressionsvorbehalt und Steuererklärung
  • Basiselterngeld, ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus im Überblick
  • FAQ
    • Was ist Elterngeld?
    • Wie lautet die Definition von Elterngeld als Wirtschaftsbegriff?
    • Welche Varianten können Eltern wählen?
    • Wie hoch ist das Basiselterngeld?
    • Welche Bedeutung haben ELStAM für die Berechnung?
    • Wie lange können Eltern Basiselterngeld beziehen?
    • Wie funktioniert ElterngeldPlus?
    • Was ist der Partnerschaftsbonus?
    • Darf während des Bezugs gearbeitet werden?
    • Ist Elterngeld steuerfrei?
    • Wo wird Elterngeld beantragt?

Diese Erklärung im WIKI zeigt: Elterngeld kann Müttern und Vätern zustehen, auch wenn sie vor der Geburt nicht berufstätig waren. Die Höhe hängt vom Einkommen vor der Geburt, der persönlichen Lebenslage und der gewählten Leistungsform ab.

Eltern können Basiselterngeld, ElterngeldPlus und den Partnerschaftsbonus nutzen. Diese Varianten lassen sich oft kombinieren. Damit passen sie die Bezugszeit an Teilzeit und Betreuung sowie die Aufteilung zwischen beiden Elternteilen an.

Für die Berechnung sind auch die ELStAM wichtig. Diese elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale enthalten Steuerklasse, Kinderfreibeträge und weitere Angaben für den Lohnsteuerabzug. Sie beeinflussen das maßgebliche Nettoeinkommen und so die Höhe des Elterngelds.

Die zuständige Elterngeldstelle am Wohnort des Kindes entscheidet über den Antrag. Erste Orientierung bietet der Elterngeldrechner des Familienportals. Er ermittelt unverbindlich mögliche Beträge und macht Aufteilungen zwischen Eltern vergleichbar.

Wichtige Punkte zum Elterngeld

  • Elterngeld gleicht nach der Geburt eines Kindes teilweise fehlendes Einkommen aus.
  • Auch Eltern ohne vorheriges Erwerbseinkommen können einen Mindestbetrag erhalten.
  • Die Leistung ist abhängig von Einkommen, Betreuungssituation und gewählter Variante.
  • Basiselterngeld, ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus sind flexibel kombinierbar.
  • ELStAM können für die Ermittlung des relevanten Nettoeinkommens eine Rolle spielen.
  • Der Antrag ist bei der Elterngeldstelle am Wohnort des Kindes einzureichen.

Elterngeld: Definition, Zweck und gesetzliche Grundlage

Die Elterngeld Definition beschreibt eine staatliche Einkommensleistung für Eltern nach der Geburt eines Kindes. Sie mindert finanzielle Einbußen, wenn ein Elternteil seine Arbeit pausiert oder reduziert. Als Wirtschaftsbegriff verbindet Elterngeld Familienpolitik mit Arbeitsmarktfragen.

Was Elterngeld für Eltern nach der Geburt bedeutet

Elterngeld ermöglicht Zeit für die Betreuung in den ersten Lebensmonaten. Eltern können Erwerbs- und Familienarbeit neu verteilen. So müssen sie den Einkommensausfall nicht allein tragen. Dieses Wissen ist auch für die eigene Finanzplanung wichtig.

Viele Familien erhalten diese Leistung: Im Geburtsjahr 2022 bezogen 98 Prozent der Mütter Elterngeld. Bei den Vätern lag der Anteil bei 46,3 Prozent. Vor Einführung nahmen nur etwa 3 Prozent der Väter das Erziehungsgeld in Anspruch.

Welche Ziele das Elterngeld verfolgt

Dieses Instrument fördert partnerschaftliche Betreuung und stärkt die Beteiligung der Väter. Gleichzeitig erleichtert es den Müttern den beruflichen Wiedereinstieg. Kürzere Erwerbspausen stützen langfristig Lohnentwicklung und Rentenansprüche.

Entwicklung 2006 2023
Erwerbstätige Mütter mit jüngstem Kind von 1 bis unter 2 Jahren 35 Prozent fast 46 Prozent
Erwerbstätige Mütter mit jüngstem Kind von 2 bis unter 3 Jahren 42 Prozent 63 Prozent
Durchschnittliche Wochenarbeitszeit erwerbstätiger Mütter mit minderjährigen Kindern 25 Stunden 28 Stunden

Rechtsgrundlage im Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz

Die rechtliche Basis ist das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz, kurz BEEG. Es regelt Anspruch, Bezugsdauer und erlaubte Erwerbstätigkeit während des Bezugs. Eltern profitieren davon, Fristen und Arbeitsteilung früh zu planen.

Das BEEG sieht Elterngeld und Elternzeit als getrennte, aber eng verbundene Rechte an. Elternzeit schützt das Arbeitsverhältnis. Elterngeld ersetzt einen Teil des fehlenden Erwerbseinkommens.

ELStAM und Elterngeld: Bedeutung für Einkommen und Berechnung

Für die Höhe des Elterngelds zählt vor allem das Einkommen vor der Geburt. Die Lohnabrechnung liefert dafür wichtige Angaben – besonders zum Nettoverdienst und zu steuerlichen Merkmalen.

Welche Rolle das Einkommen vor der Geburt spielt

Das Basiselterngeld beträgt meist 65 Prozent des bereinigten Netto-Einkommens vor der Geburt. Es liegt monatlich zwischen 300 und 1.800 Euro. Mehrlingsgeburten oder weitere kleine Kinder können den Betrag erhöhen.

Der Begriff bereinigtes Netto ist gesetzlich definiert und unterscheidet sich oft vom Auszahlungsbetrag auf der Gehaltsabrechnung. Relevant sind die Einkünfte im maßgeblichen Bemessungszeitraum.

Mutterschaftsleistungen und andere Ersatzleistungen können dabei berücksichtigt werden.

Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale verständlich erklärt

Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale werden vom Arbeitgeber für den Lohnsteuerabzug abgerufen. Dazu gehören Steuerklasse, Kinderfreibeträge, Kirchensteuermerkmal und eingetragene Freibeträge. Diese Merkmale beeinflussen das laufende Nettoarbeitsentgelt.

ELStAM erklärt, warum dieselben Bruttolöhne zu unterschiedlichen Nettobeträgen führen können. Eine geänderte Steuerklasse kann das Netto vor der Geburt beeinflussen. Für die Elterngeldstelle ist entscheidend, welche Daten im gesetzlichen Zeitraum gelten.

Steuern, Progressionsvorbehalt und Steuererklärung

Elterngeld ist steuerfrei, unterliegt jedoch dem Progressionsvorbehalt. Es erhöht den Steuersatz, der auf das übrige zu versteuernde Einkommen angewandt wird. Dadurch kann eine Nachzahlung entstehen.

Wer Elterngeld erhält, muss es in der Steuererklärung angeben. Dadurch besteht in der Regel eine Abgabepflicht. Das gilt auch, wenn Mutterschaftsgeld, Krankengeld oder Arbeitslosengeld bezogen wurde.

Weitere finanzielle Fragen betreffen die Krankenversicherung während des Bezugs. Ebenso sind mögliche Freibeträge und die Anrechnung auf Sozialleistungen relevant. Die Pfändbarkeit des Elterngelds richtet sich nach den gesetzlichen Vorgaben.

Basiselterngeld, ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus im Überblick

Beim Basiselterngeld stehen Eltern zusammen bis zu 14 Monate zur Verfügung. Beide Elternteile müssen dabei mindestens zwei Monate beantragen. Weitere zehn Monate können sie frei aufteilen. Bezieht nur ein Elternteil die Leistung, sind höchstens zwölf Monate möglich.

Alleinerziehende können die 14 Monate allein nutzen. Die Leistung gilt für die ersten 14 Lebensmonate des Kindes. Ein paralleler Bezug ist in den ersten zwölf Monaten grundsätzlich für einen Monat möglich. Für Geburten ab April 2024 und April 2025 gelten neue Einkommensgrenzen und Regeln.

Dieses Wissen erleichtert die finanzielle Planung nach der Geburt. ElterngeldPlus verlängert den Leistungszeitraum. Aus einem Monat Basiselterngeld werden zwei Monate ElterngeldPlus. Ohne Einkommen nach der Geburt liegt der Betrag zwischen 150 und 900 Euro monatlich.

Dieser Betrag entspricht meist der Hälfte des Basiselterngelds. Bei Teilzeitarbeit kann das ElterngeldPlus ähnlich hoch ausfallen, wird aber länger gezahlt. Bis zu 32 Wochenstunden Arbeit sind erlaubt. ELStAM Wissen hilft dabei, das frühere Nettoeinkommen richtig einzuschätzen.

Der Partnerschaftsbonus bietet zwei, drei oder vier weitere ElterngeldPlus-Monate je Elternteil. Voraussetzung ist, dass beide gleichzeitig 24 bis 32 Wochenstunden arbeiten. Diese Regel gilt auch für getrennt erziehende Eltern. Alleinerziehende erhalten den vollen Bonus.

Digitale Anträge sind bundesweit möglich. ElterngeldDigital unterstützt in zehn Ländern bei der Antragstellung.

FAQ

Was ist Elterngeld?

Elterngeld ist eine staatliche Leistung für Mütter und Väter nach der Geburt ihres Kindes. Es gleicht teilweis das weggefallene Einkommen aus, wenn Eltern ihr Kind betreuen und deshalb weniger oder nicht arbeiten. Eltern ohne Einkommen vor der Geburt können mindestens den Mindestbetrag erhalten.

Wie lautet die Definition von Elterngeld als Wirtschaftsbegriff?

Der Begriff bezeichnet eine einkommensabhängige Familienleistung des Staates. Diese Leistung soll die finanzielle Lebensgrundlage nach der Geburt sichern. Sie fördert eine partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit. Geregelt ist die Leistung im Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz.

Welche Varianten können Eltern wählen?

Eltern können Basiselterngeld, ElterngeldPlus und den Partnerschaftsbonus nutzen. Diese Varianten lassen sich miteinander kombinieren. Basiselterngeld richtet sich an Eltern mit vollständiger oder weitgehender Erwerbsunterbrechung. ElterngeldPlus verlängert bei Teilzeitarbeit die Bezugsdauer.

Wie hoch ist das Basiselterngeld?

Das Basiselterngeld beträgt in der Regel 65 Prozent des Netto-Einkommens vor der Geburt. Es liegt monatlich mindestens bei 300 Euro, höchstens bei 1.800 Euro. Der Betrag kann bei weiteren kleinen Kindern oder Mehrlingen steigen.

Welche Bedeutung haben ELStAM für die Berechnung?

ELStAM sind elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale wie Steuerklasse und Kinderfreibeträge. Sie beeinflussen das laufende Nettoarbeitsentgelt vor der Geburt. Dieses Einkommen ist die wichtige Grundlage für die Höhe der Leistung.

Wie lange können Eltern Basiselterngeld beziehen?

Eltern haben gemeinsam Anspruch auf bis zu 14 Monate Basiselterngeld. Jeder Elternteil muss zumindest zwei Monate beanspruchen. Ein Elternteil allein kann meist höchstens zwölf Monate erhalten. Alleinerziehende können die 14 Monate allein nutzen.

Der Bezug ist nur in den ersten 14 Lebensmonaten des Kindes möglich.

Wie funktioniert ElterngeldPlus?

Ein Monat Basiselterngeld kann in zwei Monate ElterngeldPlus umgewandelt werden. Ohne Einkommen nach der Geburt beträgt es die Hälfte des Basiselterngelds. Mindestbetrag sind 150 Euro, Höchstbetrag 900 Euro monatlich.

Bei Einkommen aus Teilzeit kann ElterngeldPlus monatlich so hoch wie das Basiselterngeld mit Teilzeiteinkommen sein. Es wird dafür länger gezahlt.

Was ist der Partnerschaftsbonus?

Der Partnerschaftsbonus umfasst zwei bis vier zusätzliche Monate ElterngeldPlus je Elternteil. Voraussetzung ist, dass beide Eltern zwischen 24 und 32 Wochenstunden arbeiten. Getrennt erziehende Eltern können den Bonus erhalten.

Alleinerziehende steht der gesamte Bonus zu.

Darf während des Bezugs gearbeitet werden?

Ja. Während des Bezugs sind bis zu 32 Wochenstunden Erwerbsarbeit zulässig. Das Einkommen daraus kann die Höhe der Zahlung beeinflussen. Besonders bei Teilzeit ist ElterngeldPlus finanziell vorteilhaft.

Ist Elterngeld steuerfrei?

Die Leistung selbst ist steuerfrei, unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt. Sie kann den Steuersatz für das übrige Einkommen erhöhen. Der Bezug muss in der Steuererklärung angegeben werden.

Dadurch entsteht meist die Pflicht, für den Zeitraum der Leistung eine Steuererklärung abzugeben.

Wo wird Elterngeld beantragt?

Zuständig ist die Elterngeldstelle am Wohnort des Kindes. Digitale Anträge sind in allen Bundesländern möglich. Das Familienportal bietet einen Elterngeldrechner, der eine unverbindliche Berechnung ermöglicht. Zudem veranschaulicht er verschiedene Aufteilungen zwischen den Eltern.

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